Entwicklung eines Landinformationssystems für Österreich

Das Land Information System Austria (LISA) hat das Ziel, aktuelle und detaillierte Geoinformationen zu Status und Entwicklung der Landbedeckung und Landnutzung in Österreich für die öffentliche Verwaltung und die Privatwirtschaft bereitzustellen.

LISA reagiert damit auf den bestehenden Informationsbedarf unterschiedlicher Fachbereiche, wie zum Beispiel der Raumplanung, der Forst-, Land- und Wasserwirtschaft, dem Naturgefahrenmanagement und dem Umwelt- und Naturschutz. Defizite bisher vorliegender Daten, wie ein zu grober Maßstab, ein unzureichender Informationsgehalt bestimmter Objektklassen, die fehlende internationale Standardisierung oder mangelnde Aktualität, werden mit den LISA-Datensätzen ausgeräumt.

Dieses Landinformationssystem für Österreich befindet sich mittlerweile bereits in der vierten Entwicklungsstufe:

  • LISA-1: Entwicklung des LISA-Datenmodells und Erstellung erster Prototypen der Landbedeckung und Landnutzung (Mai 2009 – Oktober 2010)
  • LISA-2: Konzept für die Ableitung von Veränderungskarten und Demonstration von LISA-Anwendungsfällen (November 2010 – Juni 2012)
  • CadasterENV Austria: Erstellung einer hochgenauen Landbedeckungskarte für die Ballungsräume Österreichs (Oktober 2012 – Oktober 2015)
  • CadasterENV: Erstellung einer österreichweiten Landbedeckungskarte auf Basis von Sentinel-Satellitendaten (August 2015 - Dezember 2017)

LISA-1 und LISA-2 wurden aus Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) durch das Austrian Space Applications Programme (ASAP) der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG) gefördert. CadasterENV Austria und CadasterENV wurden durch die Europäische Weltraumagentur (ESA) finanziert.